Location: Zinnowitz auf Usedom im Rahmen des Workshops „Shoot Your Own Mag!“ mit Andreas Jorns
Model: Maria
Fotograf und Fotografinnen: Ich, Sarah und Alicia
Gedichte: a.kaufmann
„Die Demenz ([deˈmɛnʦ], lateinisch dementia ‚Wahnsinn‘, ‚Torheit‘) ist ein Muster von Symptomen unterschiedlicher Erkrankungen, deren Hauptmerkmal eine Verschlechterung von mehreren geistigen (kognitiven) Fähigkeiten im Vergleich zum früheren Zustand ist.[1] Sie kann durch verschiedene nicht-degenerative und degenerative Erkrankungen des Gehirns entstehen. Der Begriff leitet sich ab von lateinisch demens ‚unvernünftig‘ (ohne mens, das heißt‚ ohne ‚Verstand‘, ‚Denkkraft’ oder ‚Besonnenheit‘ seiend) und kann mit ‚Nachlassen der Verstandeskraft’ übersetzt werden.“ [1]
Diese Krankheit begleitet mich, als Angehörigen einer betroffenen Person, nun seit mehreren Monaten.
Ich muss lernen, mit der Person weiterhin würdevoll umzugehen und meine eigenen Emotionen, wie Angst und Wut, zu kontrollieren. Das kann nur gelingen, wenn ich diese schreckliche Krankheit verstehen lerne und anfange zu akzeptieren, dass dieser Mensch sich unumkehrbar verändern wird. Irgendwann wird der Zeitpunkt eintreten, in dem alle Steine gefallen sind, der Bezug zur Realität und zur Gegenwart dieser Person nicht mehr möglich sind. Sie wird ab diesem Zeitpunkt in einer eigenen Welt leben, in der ich wahrscheinlich nur noch ein Fremder für sie sein werde..
Mit diesem Magazin möchte ich den Versuch unternehmen, die Gefühle und Momente, die meine Schwiegermutter gegenwärtig und zukünftig durchmacht, mit Hilfe von Fotos und Texten darzustellen.
Die Frage, die sich mir im Laufe der Erstellung dieses Magazins immer häufiger gestellt hat, ist: „Zeige ich hier wirklich nur die Gefühle, die sie durchmacht, oder sind da nicht auch viele Gefühle von mir mit bei?“. Eine Antwort auf diese Frage habe ich noch nicht gefunden.
Danke an Andreas und seiner Frau für den tollen Workshop, der mir den Rahmen gegeben hat, den Versuch zu unternehmen, mir diese Frage zu beantworten. Schade, dass mich die momentane persönliche Situation daran gehindert hat, euren Workshop bis zum Ende zu genießen.
Danke an Maria, dem Menschen vor der Kamera. Du hast es geschafft, mit deiner Leistung diese Fotos überhaupt möglich zu machen.
Danke an Sarah, dass du für mich hinter der Kamera eingesprungen bist und mir damit die Möglichkeit gegeben hast, dieses Magazin „rund“ zu machen.
Danke an Alicia, für den Mut mich zu begleiten, und für deine tollen Fotos, die hier im Magazin zu sehen sind.
Mein besonderer Dank gilt meiner Frau, die mich in Richtung dieses Workshops „geschubst“ hat, trotz der Herausforderungen in dieser Zeit.. Deine Gedichte bedeuten mir sehr viel.
Fotos von Sarah auf den Seiten: 5, 6, 7, 21, 22, 23, 24, 25, 53 und 54
Fotos von Alicia auf den Seiten: Rückendeckel, 2 und 58
Gedichte von a.kaufmann auf den Seiten: 1 und 37
[1] Reinhard Platzek: Demenz. Zum Begriff einer häufigen Alterserkrankung. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 10, 2014, S. 223–232, hier: S. 224 f. und 230 f.
Das gesamte Magazin:
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